Fachtag „Sternenkinder“ im Landkreis Vulkaneifel, 11. März 2026, Forum Daun


Es war ein Tag des Zuhörens, Verstehens, Miteinander-Seins – ein Raum, in dem Schmerz, Mitgefühl und Hoffnung nebeneinander Platz fanden.
Die Veranstaltung wurde von tief berührenden Grußworten eröffnet. „Das Leben wird geteilt – in ein Davor und ein Danach“, hieß es darin. Worte, die den Kern der Erfahrung vieler Sterneneltern auf den Punkt bringen: dass ein Moment kommt, der alles verändert – und dass dieser Moment Spuren hinterlässt, die bleiben.
Im Mittelpunkt standen drei Fachvorträge, die die Vielschichtigkeit der Begleitung von Familien nach einem Schwangerschaftsverlust sichtbar machten:
- Zwischen Diagnose und Trauer – empathische Begleitung von Schwangerschaftsverlusten
Ein Blick auf die oft abrupten Wendungen medizinischer Diagnosen und die Bedeutung einer achtsamen, menschlichen Unterstützung in diesen sensiblen Stunden. - Der letzte Weg des Sternenkindes – Rechtlicher Rahmen und individuelle Möglichkeiten des Abschieds
Informationen und Orientierung für Eltern, die vor Entscheidungen stehen, die eigentlich niemand treffen möchte – und doch so wichtig sind, um sich würdig verabschieden zu können. - Wenn die Trauer nach dem Himmel fragt – Seelsorgerische Begleitung für Angehörige von Sternenkindern
Ein Impuls darüber, wie Trost entstehen kann, wenn Worte fehlen, und wie spirituelle Begleitung in dunkelsten Zeiten Halt geben kann.
Im anschließenden „Markt der Möglichkeiten“ trafen Sterneneltern auf ein breites Spektrum an Unterstützungsangeboten – von ehrenamtlichen Initiativen über Beratungsstellen bis hin zum Bestatter. Es fanden viele intensive Gespräche statt: über Trauer und Verzweiflung, über Zeit und Raum in einem geschützten Rahmen, in dem man sich erinnern und austauschen darf, um wieder neue Kraft zu schöpfen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig ein gutes Netzwerk, offene Ansprechpersonen und verlässliche Angebote sind. Vor allem aber zeigte sie:
Niemand muss diesen Weg allein gehen.
Die Sternenkinder und ihre Familien behalten ihren Platz – im Herzen, im Alltag, in einer Gemeinschaft, die mitfühlt und mitträgt.
