Neue Orgel für die Kirche St. Servatius in Kaltenborn


Die Kleinorgel, auch Positiv genannt, besitzt sechs Register auf einem Manual mit Pedal. Die Disposition ist: Gedackt 8‘, Salicional 8‘, Prinzipal 4‘, Rohrflöte 4‘, Okave 2‘ und Subbass 16‘. Alle Manualregister sind in Bass und Diskant geteilt. Aus dem Register Prinzipal 4‘ sind einige Pfeifen im Prospekt sichtbar.
Die Orgel ersetzt ein elektronisches Instrument, das in die Jahre gekommen war und wegen verschiedener Schäden seine Aufgabe nicht mehr zufriedenstellend erfüllte. Der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde Kaltenborn hat die Anschaffung der Kleinorgel am 7. April 2025 beschlossen, um für den eindrucksvollen Kirchenraum im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten ein hochwertiges Instrument zu beschaffen. So erklingt nun erstmals seit dem 12. September 1938, als in der Kirche die letzte Heilige Messe vor der Räumung des Dorfes gefeiert wurde, wieder eine richtige Pfeifenorgel in der Kaltenborner Kirche.
Das Projekt wurde vom zuständigen Orgelsachverständigen des Bistums Trier, Dekanatskantor Dr. Michael Meyer befürwortet. Seiner Meinung nach „stellt diese Lösung eine sinnvolle und robuste Verbesserung der aktuellen Situation dar“. Er stellt fest: „Das Aufstellen einer echten Pfeifenorgel ist der Nutzung der derzeit vorhandenen elektronischen Instrumente in klanglicher und liturgischer Hinsicht deutlich überlegen.“ Von ihrer Größe her sieht er sie als „Minimalvariante“, mit der man „musikalisch sicherlich nicht wunschlos glücklich“ sei, die Kirchengemeinde „aber wirtschaftlich eine gut vertretbare Entscheidung getroffen habe“.
Die langjährige Organistin Siliva Maria Groß freut sich sehr über das neue Instrument und darauf, seine Möglichkeiten für eine ansprechende musikalische Gestaltung der Gottesdienste in Kaltenborn nutzen zu können.
