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Schutz von Kindern, Jugendlichen sowie schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen hat höchste Priorität :Institutionelle Schutzkonzepte fertiggestellt

In den vergangenen Wochen und Monaten wurden die Institutionellen Schutzkonzepte (ISK) fertiggestellt, die es zum Ziel haben, die Pfarreien, Vereinigungen und Verbände zu einem sicheren Raum für alle, insbesondere aber für Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene werden zu lassen. In einem Treffen der Arbeitskreise mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Sarah Schmitz von der Fachstelle Prävention gegen sexualisierte Gewalt im Bistum Trier konnten die Ergebnisse vorgestellt und offene Fragen besprochen werden.
Bischof Ackermann und Mitglieder der Arbeitskreise präsentieren Schutzkonzepte
Datum:
8. Sep. 2023
Von:
Philipp Hein

Um die Schutzkonzepte zu erstellen, wurden Arbeitskreise aus Hauptamtlichen und ehrenamtlich Engagierten auf Ebene der Pfarreiengemeinschaften bzw. der fusionierten Pfarrei gegründet. Die Pfarreiengemeinschaften Adenauer Land, Hillesheim, Niederehe und die Pfarrei Gerolsteiner Land haben sich darüber hinaus in einem Arbeitskreis auf Ebene des Pastoralen Raums zusammengeschlossen. Hier wurde gemeinsam diskutiert und ein Rahmenkonzept entwickelt, welches nun mit individuellen Anpassungen in den jeweiligen Pfarreiengemeinschaften und der fusionierten Pfarrei zur Abstimmung gestellt wird. Das Rahmenkonzept wurde bereits vom Verbandsausschuss und dem Rat des Pastoralen Raums Adenau-Gerolstein in Kraft gesetzt. In der Pfarreiengemeinschaft Obere Kyll wurde ein eigenes Konzept entwickelt, welches ebenfalls bereits fertiggestellt und von der Fachstelle Prävention geprüft wurde. In den nächsten Wochen soll auch dieses von den pfarrlichen Gremien abgestimmt werden.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppen haben die Situation vor Ort mit Befragungen analysiert und dabei vor allem auf mögliche Risikofaktoren geschaut. Zum ISK gehören als Folge der Analyse strukturelle Vereinbarungen zu einem veränderten Handeln. Ebenso wichtig ist die Kommunikation über das Konzept - denn es geht hier um die Haltung und Kultur einer Organisation. Ziel ist, dass Minderjährige und Schutzbefohlene an den verschiedenen Orten von Kirche ein sicheres Umfeld finden - und Menschen, die ihnen zuhören.
Mit der Fertigstellung der Schutzkonzepte beginnt jetzt die Phase der Umsetzung. In dem Treffen in Hillesheim stellten die Mitglieder der Arbeitskreise einige wichtige Bausteine, wie Schulungen, die Benennung von Ansprechpersonen und die Unterzeichnung von Selbstverpflichtungs- und Selbstauskunftserklärungen vor.
Weitere Informationen zum Institutionellen Schutzkonzept und dem Arbeitskreis Prävention im Pastoralen Raum Adenau-Gerolstein finden sich hier und können über das Büro des Pastoralen Raums unter 02691 / 93295 15 oder per E-Mail an adenau-gerolstein@bsitum-trier.de erfragt werden.
Einen Überblick über die Arbeit des Bistums Trier im Bereich Aufarbeitung, Intervention und Prävention gibt es auf www.praevention.bistum-trier.de. Die unabhängigen Ansprechpersonen bei sexualisiertem Missbrauch sind im Bistum Trier Ursula Trappe, Fachanwältin für Familienrecht und Mediatorin, zu erreichen per E-Mail ursula.trappe@bistum-trier.de oder unter Tel.: 0151 50681592 und Markus van der Vorst, Diplom-Psychologe, per E-Mail an markus.vandervorst@bistum-trier.de oder unter Tel.: 0170 6093314.